Parque de las Iguanas – Parque Simón Bolívar

Mein Alltag im Parque de las Iguanas in Guayaquil

Wenn ich in Guayaquil unterwegs bin, gönne ich mir fast täglich eine kleine Pause im Zentrum der Stadt. Mein Ziel ist dann oft der Parque Seminario, der auch als Parque Simón Bolívar bekannt ist. Für mich hat sich jedoch vor allem der Name durchgesetzt, unter dem ihn die meisten Menschen hier kennen: der Parque de las Iguanas.

Schon beim Betreten des Parks wird klar, warum dieser Name so passend ist. Zwischen Bäumen, Sträuchern und den gepflegten Wegen bewegen sich grünliche Leguane, die sich sonnen, langsam über den Boden gleiten oder entspannt in den Ästen liegen. Es ist ein Bild, das man so in einer Großstadt nicht unbedingt erwartet.

Ein historischer Park im Herzen von Guayaquil

Der Park liegt mitten im Zentrum von Guayaquil und ist damit ein Ort, an dem Geschichte und Alltag eng miteinander verbunden sind. Der offizielle Name Parque Simón Bolívar erinnert an den südamerikanischen Freiheitskämpfer Simón Bolívar, dessen Statue im Park steht und dem Ort eine historische Bedeutung verleiht.

Der zweite Name, Parque Seminario, geht auf Miguel Suárez Seminario zurück, der im Jahr 1895 das kunstvoll verzierte Gitter rund um den Park stiftete. Wenn ich durch den Park gehe, finde ich es beeindruckend, dass dieses Areal seit über einem Jahrhundert besteht und sich dennoch zu einem lebendigen Treffpunkt mitten in der Stadt entwickelt hat.

Warum der Parque de las Iguanas seinen Namen verdient

Im Alltag spricht hier fast jeder vom Parque de las Iguanas – und dieser Name beschreibt den Charakter des Parks perfekt. Die grünen Leguane, die hier leben, sind allgegenwärtig und doch völlig entspannt.

Die Tiere können beeindruckende Größen erreichen, teilweise bis zu zwei Meter inklusive Schwanz. Trotz ihrer Erscheinung wirken sie ruhig und gelassen, fast so, als wären sie selbst ein fester Bestandteil der Stadt geworden. Ihre grün-graue Färbung lässt sie gut in die tropische Vegetation des Parks einfügen.

Was mich immer wieder fasziniert, ist ihre Nähe zum Menschen. Die Iguanas sind an Besucher gewöhnt und bewegen sich ohne große Scheu durch den Park. Oft bleiben sie direkt auf den Wegen liegen oder klettern auf niedrige Äste, während Menschen nur wenige Schritte entfernt vorbeigehen.

Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn Besucher den Tieren etwas anbieten oder sie vorsichtig beobachten, während sie sich aus nächster Nähe zeigen. Diese Momente machen den Park für viele zu einem ganz besonderen Ort, an dem Natur und Alltag direkt miteinander verschmelzen.

Meine ruhigen Momente im Park

Für mich ist der Parque de las Iguanas aber nicht nur ein Ort der Begegnung mit Tieren, sondern auch ein Platz zum Durchatmen.

Ich setze mich oft auf eine der Bänke, besonders dann, wenn es etwas ruhiger ist. Von dort aus kann ich beobachten, wie die Iguanas sich langsam durch den Park bewegen, während rundherum das Stadtleben von Guayaquil weiterläuft.

Diese Mischung aus urbanem Trubel und natürlicher Ruhe macht den Park für mich so besonders. Es ist ein Ort, an dem man für einen Moment das Gefühl hat, aus dem hektischen Alltag auszusteigen, ohne die Stadt wirklich verlassen zu müssen.

Ein Ort voller Nähe zwischen Mensch und Tier

Was den Park für mich einzigartig macht, ist die besondere Nähe zwischen Menschen und Tieren. Die Iguanas leben hier mitten im öffentlichen Raum und sind fester Bestandteil des Parkerlebnisses.

Besucher bleiben stehen, beobachten sie, machen Fotos oder erleben einfach aus nächster Nähe, wie diese Tiere ihren Alltag verbringen. Auch kleine Interaktionen, wie das Anbieten von Futter, gehören für viele zum Erlebnis dazu und zeigen, wie vertraut die Beziehung zwischen Mensch und Tier an diesem Ort geworden ist.

Für mich entsteht dadurch eine Atmosphäre, die man nur selten findet: eine Mischung aus Stadtpark, Naturraum und lebendigem Freiluft-Tierreich.

Mein persönliches Fazit

Der Parque de las Iguanas ist für mich einer der faszinierendsten Orte in Guayaquil. Er verbindet Geschichte, Stadtleben und Natur auf eine ganz besondere Weise.

Jeder Besuch fühlt sich ein wenig anders an, aber eines bleibt immer gleich: das Gefühl, für einen Moment aus dem Alltag herauszutreten und in eine kleine, ruhige Welt einzutauchen, in der die Iguanas ganz selbstverständlich dazugehören.

Genau deshalb komme ich immer wieder hierher zurück – weil dieser Park mir zeigt, dass selbst mitten in einer Großstadt ein Ort existieren kann, an dem Natur und Leben so eng miteinander verbunden sind.

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